Freitag, 1. Dezember 2017

|Rezension| Susan Elizabeth Phillips - Verliebt bis über alle Sterne



- "Ich versichere Ihnen, ich habe nur einen ganz leichten Knall", fuhr sie atemlos fort. 
"Absolut harmlos. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass ich gewaltätig werden könnte."

"Nur dass ich eine Stalkerin habe." - S.27

Piper Dove hat einen Traum: Sie will die beste Privatdetektivin Chicagos werden. Ihr erster Job: den früheren Star-Quarterback der Chicago Stars, Cooper Graham, beschatten. Doch dem fällt natürlich auf, dass diese nervige junge Frau ihm ständig folgt – und ist davon überhaupt nicht begeistert.

Also dreht der attraktive Mann den Spieß einfach um und engagiert Piper selbst. Leider nicht als Bodyguard, wie sie gehofft hatte. Aber wie es scheint, schwebt Cooper in Lebensgefahr, und Piper wird ihn beschützen, ob ihm das nun passt oder nicht. Bald muss auch Cooper sich eingestehen, dass ihn die furchtlose Piper nicht ganz kalt lässt …hen he falls in love, he loves too hard
 
- randomhouse.de



Verliebt bis über alle Sterne ist mein erster Roman der Autorin, sodass ich sozusagen mitten in der Chicago-Stars-Reihe gestartet bin. Ich habe mich aber informiert und gelesen, dass nur zwei Nebencharaktere einen kleinen Redebeitrag übernehmen - schade, aber für mich jetzt nicht weiterhin schlimm. Da mir Verliebt bis über alle Sterne aber so gut gefallen hat, werde ich mir auf jeden Fall bald die gesamte Reihe anlegen! 

Wir starten mit Cooper Graham, ein ehemaliger Star-Quarterback der Chicago Stars (NFL), der aufgrund einer gewöhnlichen Schienbeinkantensyndrom auf dem Höhepunkt seine Karriere entscheidet, erfolgreich aus dem Team zu steigen. Cooper ist und bleibt weiterhin ein Sieger. Er hält viel von sich und kann einfach nicht verlieren. Genau diese Eigenschaft von ihm treibt diesen Roman an! Der Leser fühlt sich eher von seinem großen Ego "Er liebte diese Stadt, und die Stadt liebte ihn zurück" provoziert, aber das macht unseren süßen Cooper auch schließlich aus. Piper wird ihm verfallen und ich natürlich auch! 

Das erste Zusammentreffen mit Piper, die chaotischten Protagonistin, der ich bisher begegnet bin, ist einfach zum Schreien lustig. Piper ist eine quirlige Privatdetektivin und beschattet den berühmten, schwerreichen Cooper Graham,  den sie außerdem überhaupt nicht ausstehen kann: Verboten gutaussehend, aber arrogant, egoistisch und unprivilegiert! Sie ist aber so mies in ihrem Job, sodass sie natürlich promt bei Cooper auffliegt. Piper, die ihre berufliche Deckung weiter bewahren möchte, erfindet mit ihrer witzigen Art kreativ allerlei kuriose Geschichten, um weiter am Ball zu bleiben. Damit verstrickt sie sich immer mehr und schließlich dreht Cooper den Spieß einfach um: Er engagiert Piper. Ob das eine kluge Entscheidung ist, oder er es später noch bereuen wird, müsst ihr selber herausfinden. Ich verrate euch nur: Piper bringt Cooper mit ihrer toughen Schlagfertigkeit und ihrern lockeren Sprüchen gehörig auf die Palme und stellt sein ganzes Leben auf den Kopf. Auf den Handlungsstrang habe ich kaum geachtet, weil ich immer sehnsüchtig auf den nächsten witzigen und anzüglichen Dialog zwischen den beiden gewartet habe. Es wird einfach nie langweilig!



- "Diese ganze Aktion hier ist eindeutig vertane Zeit", erklärte sie, als Louise sich entfernte, um noch mehr Kleider heranzuschaffen, die Piper nicht anziehen wollte. "Ich würde in jedem dieser Fummel erfrieren. Ganz zu schweigen davon, dass ich meinem Job nicht machen kann, wenn ich mir die ganze Zeit Sorgen machen muss, dass meine ... Pobacken heraushängen!" Die beiden Männer schmissen sich weg vor Lachen, ein eindeutiges Signal dafür, dass es höchste Zeit für Piper war, die Kontrolle zu übernehmen. - S. 149f.


Es macht einfach so unglaublich viel Spaß, wenn die beiden dickköpfigen Charakteren aneinandergeraten und sich rund um die Uhr necken. Es erinnert mich ein wenig an "Kirschroter Sommer" und "Türkisgrüner Winter" von Carina Bartsch. Das Buch zieht einen in seinen Bann und man sollte sich einfach mitreißen lassen, denn man wird es sicherlich nicht bereuen. 

Beide Protagonisten sind außerdem nicht erpicht, neue Partner kennenzulernen. An erster Stelle für Cooper steht der Aufbau eines Clubimperiums und Piper will die beste Detektivin in Chicago werden. Im Laufe des Romans lernen wir das Nachtclubleben von Cooper kennen, der durch seine Berühmtheit in Gefahr gerät. Attentäter haben es anscheinend auf ihn abgesehen! Helfen kann ihm nur Piper, die den Bösewicht mit detektivischen Gespür selbst aufdecken will und sich auch selbst in die Schusslinie befördert. Es wird spannend und gefährlich! 



Ich bin ein riesiger Fan von Susan Elizabeth Phillips geworden! "Verliebt bis über alle Sterne" ist ein sehr witziger Frauenroman mit Lachgarantie! Die Charaktere sind überaus sympathisch und liebenswürdig, einfach einzigartig! Ein perfekter Leseschmöker ohne zu viel Kitsch für Zwischendurch! Ich muss mir unbedingt die Vorgängerbände zulegen.



Story /5
Charaktere /5 
Gefühle /5
Spannung /5
Schreibstil ♥♥/5 
Ende ♥♥/5

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar Random House
Rezensionsexemplare beeinflussen nicht meine subjektive Meinung.